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Ursula Geist

geb. Nessel
* 14.09.1951 in Hanau
† 31.05.2011
Erstellt von Manfred Geist

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Kondolenzen (769)

Sie können das Kondolenzbuch nutzen, um den Angehörigen Ihr Beileid zu bekunden, Ihrer eigenen Trauer Ausdruck zu verleihen oder um dem Verstorbenen einige letzte Worte des Abschieds mitzugeben.

Kondolenz

Was heißt sterben?

22.02.2026 um 11:17 Uhr von Manfred Geist

Denn was heißt Sterben anderes,

als nackt im Wind zu stehen

und in der Sonne zu schmelzen?

 

Und was heißt nicht mehr zu atmen anderes,

als den Atem von seinen rastlosen Gezeiten zu befreien,

damit er emporsteigt und sich entfaltet

und ungehindert Gott suchen kann.

 

Nur wenn ihr vom Fluss der Stille trinkt,

werdet ihr wirklich singen.

Und wenn ihr den Gipfel des Berges erreicht habt,

dann werdet ihr anfangen zu steigen.

 

Und wenn die Erde eure Glieder fordert,

dann werdet ihr wahrhaft tanzen.

Khalil Gibran

Kondolenz

Memento

15.02.2026 um 09:48 Uhr von Manfred Geist

Vor meinem eigenen Tod ist mir nicht bang,

nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.

Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?

 

Allein im Nebel tast ich todentlang

und lass mich willig in das Dunkel treiben.

Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.

 

Der weiß es wohl, dem gleiches widerfuhr -

und die es trugen, mögen mir vergeben.

Bedenkt: Den eignen Tod, den stirbt man nur;

doch mit dem Tod der anderen muss man leben.

Mascha Kalèko

Kondolenz

Nichtseyn

09.02.2026 um 11:22 Uhr von Manfred Geist

Wenn was uns den Tod so schrecklich erscheinen lässt

der Gedanke des Nichtseyns wäre;

so müssten wir mit dem gleichen Schauder

der Zeit gedenken, da wir noch nicht waren.

 

Denn es ist unumstößlich gewiss,

dass das Nichtseyn nach dem Tod

nicht verschieden seyn kann von dem vor der Geburt,

folglich auch nicht beklagenswerther.

Arthur Schopenhauer

Kondolenz

Ein kostbares Geschenk

01.02.2026 um 14:01 Uhr von Manfred Geist

Es gibt nichts, was uns die Abwesenheit eines uns lieben Menschen ersetzen kann und man soll das auch gar nicht versuchen; man muss es einfach aushalten und durchhalten; das klingt zunächst sehr hart, aber es ist doch zugleich ein großer Trost; denn indem die Lücke wirklich unausgefüllt bleibt, bleibt man durch sie miteinander verbunden. Es ist verkehrt, wenn man sagt, Gott füllt die Lücke aus; er füllt sie gar nicht aus, sondern er hält sie vielmehr gerade unausgefüllt, und hilft uns dadurch, unsere echte Gemeinschaft - wenn auch unter Schmerzen - zu bewahren. Ferner: je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine Stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich. Man muss sich hüten, in den Erinnerungen zu wühlen, sich ihnen auszuliefern, wie man auch ein kostbares Geschenk nicht immerfort betrachtet, sondern nur zu besonderen Stunden und es sonst nur wie ein verborgenen Schatz, dessen man sich gewiss ist, besitzt; dann geht eine dauernde Freude und Kraft von dem Vergangenen aus. . . . 

Dietrich Bonhoeffer

Kondolenz

Du drüben und ich hier, . . .

26.01.2026 um 11:22 Uhr von Manfred Geist

Mit hartem Dröhnen ist das

schwere Tor der Erde

hinter dir ins Schloss gefallen.

 

Ich lege lauschend an den

Spalt mein Ohr und höre

drüben deine Schritte hallen.

 

Der Klang stählt mir das Herz

so hart es litt und schlägt

den Lärm des Tages nieder.

 

Du drüben und ich hier,

wir halten Schritt und treffen uns

am gleichen Ziele wieder.

Grabinschrift in Uffhofen

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